© Vincent Bauza

Leuchttürme und Fischerhütten

Die Meerespromenade schmiegt sich der langgeschwungenen Bucht an und bietet eine herrliche Sicht auf die Loiremündung mit der Saint-Nazaire-Brücke im Hintergrund. Ideal, um die Fischerhütten und Leuchttürme zu entdecken, die der Stadt Farbe und das ganz besondere Etwas verleihen.

 

Die Parade

der Fischerhäuschen

Die Fischerhütten, zwischen Himmel und Wasser

Für viele Leute liegt der besondere Reiz dieses Teils der Uferpromenade, am Boulevard Albert 1er, in den Fischerhütten oder Angelhütten, die hier wie zur Parade aufgereiht stehen. Viele sind liebevoll gepflegt und werden regelmässig benutzt, wenn die Besitzer, je nach Wetter und Flut, zum Fischen kommen. Die Methode könnte nicht einfacher sein: die großen viereckigen Netze, die „carrelets“, die an den Hütten aufgehängt sind, werden per Kurbel ins Wasser gelassen und nach einiger Zeit wieder hinaufgekurbelt, mit –oder ohne- großem Fang! Im Département Loire-Atlantique gibt es etwa 200 dieser Fischerhütten auf Stelzen, für die die Besitzer eine jährliche Gebühr entrichten müssen.

 

Übrigens, wenn Sie das Gefühl haben, Sie gehen auf einem Deich entlang, ist das gar nicht so falsch. Die Promenade von Sautron, wie dieses Stadtviertel heißt, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts, als die neue große Hafeneinfahrt im Bau war, angelegt. Tonnenweise wurde das Aushebungsmaterial vom Hafen hier hergebracht, und der Strand von Sautron, der damals sehr beliebt war, mußte dem Damm weichen. Von dem Strand ist nur noch ein schmaler Sandstreifen übrig, auf dem man bei Ebbe um die Pfähle der Fischerhütten herumgehen kann.

 

Auf der Straße

der Leuchttürme

Die Krebsschere

Haben Sie eigentlich schon mal gehört, wie diese Kaimauern im Volksmund genannt werden? Ihr Spitzname ist “die Krebsschere”… wenn Sie die Luftaufnahme hier daneben ansehen, verstehen Sie gleich, warum!
Wenn Sie die beiden Kaimauern näher anschauen, werden Sie feststellen, daß beide an ihrem Ende einen kleinen Leuchtturm tragen. Das ist die übliche Signalisierung einer Hafeneinfahrt: grünes Licht an der Steuerbordseite (bei der Einfahrt in den Hafen), und rotes an Backbord.

 

Die „Alte Mole“

Am besten fahren Sie mit dem Auto bis zu dem Parkplatz an der avenue de Saint-Hubert, direkt am Loireufer, ca. 50 m vom Museum Ecomusée entfernt (siehe Stadtplan). Wenn Sie den Bus benützen, steigen Sie an der Haltestelle Ruban Bleu aus, von da sind es noch etwa 10 Minuten zu Fuß bis zum Ausgangspunkt des Spaziergangs.

Unsere Tour beginnt am Ufer der Loiremündung, erster Halt am Leuchtturm „Vieux Môle“ („Alte Mole“). Mit seinem langen Pier und den Mauern aus großen Granitquadern steht die Mole schon seit mehr als 180 Jahren stolz am Loireufer. Man kann sich kaum vorstellen, daß sie einmal nicht da war, bzw. daß es fast eine Revolution bedeutete, als sie 1838 eingeweiht wurde.

Bis dahin gab es nämlich in Saint-Nazaire keine eigentlichen Hafenanlagen; die Schiffe mußten auf die passende Flut warten, um anlagen zu können. Das war natürlich ein großes Handicap für den immer stärker aufkommenden Verkehr auf dem Fluß und zur See. In seinem Roman Béatrix (1829), der in der Gegend von Saint-Nazaire spielt, erwähnt der große Autor Balzac die „glitschigen Felsen und Granitklippen“, die für Passagiere jedes Aussteigen zum Alptraum machte. Als die Mole 1838 fertig war, konnten die Schiffe, darunter kleine Loiredampfer für Passagierverkehr, im Schutz der Kaimauer endlich ohne größere Schwierigkeiten anlegen.

Unser Fototipp!

Der Leuchtturm und die Mole am „Vieux Môle“ (1838) gehören nicht umsonst zu den beliebtesten Instagram-Spots in Saint-Nazaire!

Wir freuen uns auf Ihre Fotos mit Hashtag #SaintNazaireRenversante!