© Alexandre Lamoureux
Saint-Nazaire:

Die Stadtviertel erkunden

Wenn man Saint-Nazaire erforschen will, muss man sich für all die verschiedenen Stadtviertel mit ihren ganz besonderen Stimmungen Zeit nehmen, von Méan-Penhoët über das Havanna-Viertel bis hin zum Stadtviertel Petit Maroc. Eine wahre Reise erwartet Sie!

Stadtviertel

mit Persönlichkeit

Willkommen in Havanna!

Stehen Sie in einem ganz anderen Saint-Nazaire, das von der modernen Stadt weit entfernt scheint.

Die Straße zeigt sich ganz so, wie sie im späten 19. Jahrhundert aussah, als hier Werftingenieure wohnten, reiche Kaufleute, Kapitäns- oder Lotsenfamilien. Die Straßen dieses Viertels an der Seepromenade wurden nach Anlaufhäfen des 19. Jahrhunderts benannt, darunter Havanna, Santander, Veracruz… Mit seinen ruhigen Straßen und bezaubernden Villen hat es einen ganz besonderen Charme.

Im Stadtviertel Petit Maroc, „Klein-Marokko“

Ein außergewöhnlicher Name für ein außergewöhnliches Stadtviertel zwischen Loiremündung und Hafen. Man sieht es ihm nach den Zerstörungen im Krieg und dem Wiederaufbau eigentlich gar nicht an, aber in diesem Viertel hat die große Geschichte der Stadt begonnen. Schon im 15. Jahrhundert gibt es hier, ideal an der Loiremündung gelegen, ein Dorf, das sich dann im 19. Jahrhundert sehr entwickelt und Bestandteil der Stadt wird. Und der Name „Klein-Marokko? Man nimmt an, dass er sich von den weit entfernten Fanggründen der Fischer ableitet.

Sie sollten auf jeden Fall durch das Viertel schlendern, und ganz besonders entlang des Hafenbeckens. Es wurde von 1848 bis 1856 ausgehoben. Ab 1862 fuhren hier die Ozeandampfer nach Mittelamerika aus: die berühmte Reederei Compagnie Générale Transatlantique, oder Transat, hatte Saint-Nazaire zu seinem Haupthafen für die Linien nach Mexiko, Panama, Kuba usw. gemacht. An der Stelle, an der seit dem 2. Weltkrieg der U-Bootbunker steht, befanden sich früher die Gebäude der Reederei und die Einschiffungshallen für die Passagiere.

„Klein-Marokko“ ist ein Stadtviertel im Umbruch und ein Viertel mit Zukunft, ein sehr lebendiger Teil der Stadt mit netten Kneipen und Restaurants, mit alternativen Orten wie Les Abeilles… Hier können Sie das Museum Ecomusée zur Geschichte von Saint-Nazaire besuchen, und jedes Jahr am letzten Juliwochenende ein Highlight des Sommers in Saint-Nazaire erleben: das Open-Air Musikfestival Les Escales!

Das Stadtviertel Méan-Penhoët

Zwei Viertel, eine Geschichte… Am Flusshafen des Brivet haben sich in Méan schon seit dem Mittelalter Seeleute, Fischer und Bauern angesiedelt. Im 19. Jahrhundert kommt der kleine Ort zu Wohlstand: hier werden Schiffe, damals noch aus Holz, gebaut, und über dem Wasserweg Produkte aus dem Brière-Moorgebiet weitertransportiert. 1862 nimmt die erste moderne Werft an der Loiremündung ihren Betrieb auf. Das große Penhoët-Hafenbecken wird 1881 in Dienst gestellt. Für den Nachbarort Penhoët bedeutet das den Beginn einer neuen Geschichte, in der die Industrie im Vordergrund steht und Arbeiter und Handwerker die Hauptrollen spielen. Heute verbindet die Rue de Trignac das historische Méan und Penhoët, und macht aus den beiden früheren Nachbarorten ein einziges Stadtviertel.

Erforschen Sie dieses untypische Stadtviertel mit dem Smartphone in der Hand.

Mit der kostenlosen App „Baludik“ folgen Sie Eugénie, die Ihnen vom frühen 20. Jahrhundert erzählt, oder André, einem Werftarbeiter aus den 1950er Jahren (jeweils 1 bis 1 ½ Stunden). Lassen Sie sich überraschen, vom Hafen am Brivet, der schönen Markthalle, kleinen „Schubkarrenwegen“ oder ruhigen Wohnstraßen, die der riesige Kran der nahen Werft überragt, und spüren Sie die Wandmalereien von Jinks Kunst auf.